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Detonation of one of the bombs that were used to fight the fire in the county of Dalarna, from the point of view of the cockpit of the fighter jet. Photo by Swedish Air Force
29 Jul 2018

Video der Luftwaffe bei der Bombardierung eines Waldbrandes mit Kampfjets

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Die schwedische Luftwaffe hat jetzt Videoaufnahmen der Kampfjets veröffentlicht, die den Waldbrand in der Grafschaft Dalarna bombardieren.

Die schwedische Luftwaffe setzte den Kampfjet Jas 39 ein, um den Schießplatz nördlich des Dorfes Trängslet zu bombardieren, um einen der komplexesten Waldbrände um einen Schießplatz voller Munition zu bekämpfen.

Es handelte sich um einen experimentellen Einsatz, und es ist noch nicht entschieden, ob diese Methode außer in außergewöhnlichen Situationen noch einmal angewandt werden wird.

Angeblich wurde diese Notfallmaßnahme ergriffen, um eine Druckwelle zu erzeugen, mit der das Feuer gelöscht werden konnte. Die Methode hat sich nach Angaben der Feuerwehr als wirksam erwiesen.

"Die Bombe hat eine sehr gute Wirkung auf das Feuer gehabt", sagte Feuerwehrchef Johan Szymanski auf einer Pressekonferenz.

Der Rettungsdienst hat seit dem Ausbruch des Brandes auf dem Schießplatz in Trängslet, Älvdalen, ein Problem mit dem Feuer. Das liegt daran, dass sich auf dem Gelände Munition schweren Kalibers befindet, und man befürchtet, dass die Munition explodieren könnte.

Die Streitkräfte haben daher mit Hilfe von Jas 39-Kampfflugzeugen eine Bombardierung über dem Feuer vorgenommen.

Es war kurz vor 12 Uhr am Mittwoch, als zwei Jas 39 mit je einer Bombe ausgerüstet über die Brandzone im Trängslet flogen. Kurz darauf traf eine weitere Bombe, ein Modell GBU-49, das Ziel.

Die Bomben wurden aus einer Höhe von 3.000 Metern abgeworfen, und die GPS- und lasergesteuerten Bomben fielen mit einer Geschwindigkeit von 550 Kilometern pro Stunde.

Die Bomben wiegen 227 Kilogramm, sind GPS- und lasergesteuert und können das Ziel auf einen Meter genau treffen.

"Hervorragendes Ergebnis"

"Ohne eine eingehende Analyse vorzunehmen, können wir feststellen, dass vor allem eine Bombe eine sehr gute Wirkung auf das Feuer hatte und dass Brände von 100 Metern Länge gelöscht wurden", so Johan Szymanski auf der Pressekonferenz weiter:

- Nach der Entschärfung der Bombe hat sich die Intensität der Brände anderswo nicht erhöht.

Der Feuerwehrchef bezeichnet die Kampfjets und ihre Fähigkeit zur Bombardierung als ein gutes Werkzeug in einer solchen Extremsituation.

Auch Urban Molin, Inspekteur der Streitkräfte, sagte, der Versuch sei "extrem gut" gewesen.
Rubbar sauer

Damit ein Feuer entstehen kann, sind Sauerstoff, Hitze und ein brennbarer Stoff erforderlich.

Während der Rettungsarbeiten wurde viel Wasser verwendet, aber schließlich entschied man sich, etwas Neues und "Unkonventionelles" zu testen.

Manentschied sich für den Einsatz einer Bombe, weil die riesige Druckwelle, die beim Abwurf der Bombe entsteht, die Sauerstoffzufuhr zum Feuer unterbricht.