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Photo by Mathias Seyifert. From left to right: Municipal Association President Johannes Pressl, Association of Cities Secretary General Thomas Weninger, Deputy Federal Rescue Commander Monika Stickler, Dominik Nagel – Austrian Post AG, Fire Brigade Vice President Günter Trinker.
11 Sep 2026

Sekunden retten Leben – Die Initiative #TheRightAddress für ganz Österreich

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Die Initiative #DieRichtigeAdresse ist eine landesweite Sicherheitskampagne in Österreich, die die Einwohner dazu aufruft, dafür zu sorgen, dass ihre Wohnungen eindeutig identifizierbar sind – mit gut sichtbaren Hausnummern, beschrifteten Türklingeln und gekennzeichneten Wohnungstüren. 

Rettungsdienste, Postboten und kommunale Behörden verlieren oft wertvolle Zeit, weil Adressen verdeckt, veraltet oder unvollständig sind. Die Kampagne vereint die österreichischen Feuerwehren, das Rote Kreuz, die Österreichische Post und Kommunalverbände, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass einfache, alltägliche Beschilderungen Leben retten und kritische Verzögerungen verhindern können.

Unter dem Hashtag #DieRichtigeAdresse appellieren die Feuerwehren, das Rote Kreuz, die Österreichische Post, der Verband österreichischer Städte und der Verband österreichischer Gemeinden an die Bevölkerung, ihre Adress- und Namensbeschilderung zu überprüfen und zu aktualisieren, damit sie leichter und schneller gefunden werden können.

Stellen Sie sich vor, ein Rettungswagen ist auf dem Weg zu einem Notfall, doch es gehen entscheidende Minuten verloren, weil die Hausnummer hinter einer Efeuwand verborgen ist oder in einem Hochhaus der Name an der Türklingel fehlt. In einer Wohnanlage mit einem komplizierten Nummerierungssystem und vier verschiedenen Zugängen findet die Feuerwehr im Notfall möglicherweise Ihren Eingang nicht, weil die Beschilderung unklar ist. Die Österreichische Post kann wichtige Briefe und Pakete – wie zum Beispiel Rentenbescheide oder Medikamente – nur zustellen, wenn die Empfänger eindeutig identifizierbar sind. Und bei amtlichen Dokumenten ist es unerlässlich, dass die Adresse korrekt ist.

Gemeinsam starten das Österreichische Rote Kreuz, der Österreichische Feuerwehrverband, die Österreichische Post, der Verband der österreichischen Städte und der Verband der österreichischen Gemeinden die Initiative #DieRichtigeAdresse. Das gleiche Kampagnenkonzept wurde 2023 in Tirol regional mit großem Erfolg umgesetzt; alle Partnerorganisationen berichten von deutlichen Verbesserungen bei der Auffindbarkeit von Adressen seit Beginn der Kampagne. Nun wird die Initiative österreichweit ausgeweitet.

„Wir wollen die Österreicher nicht nur informieren, sondern auch aktivieren: Eine gut sichtbare Hausnummer, beschriftete Türklingeln und eine klare Beschilderung sind die einfachste Lebensversicherung der Welt. Ob Feuerwehr, Rotes Kreuz, Österreichische Post oder amtliche Dokumente von Stadt- und Gemeindeverwaltungen wie Meldeämtern – alle fünf Organisationen sind aus unterschiedlichen Gründen auf korrekte und gut sichtbare Wohnadressen angewiesen. Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, bündeln wir unsere Kräfte und lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema“, sagt Günter Trinker, Vizepräsident der Feuerwehr.

Der Präsident des Gemeindeverbandes, Johannes Pressl, fügt hinzu

„Gut sichtbare Hausnummern und korrekt beschriftete Türklingeln sparen im Notfall Zeit – und erleichtern zudem die Arbeit der Gemeinden und machen sie zuverlässiger. Wer seine Adresse aktuell und gut erkennbar hält, leistet mit wenigen einfachen Schritten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zu einer reibungslosen Zusammenarbeit. Ich appelliere daher an alle Bürger, die Kampagne #DieRichtigeAdresse zu unterstützen – damit wir alle schnell und effektiv helfen können, wenn es darauf ankommt.“

Thomas Weninger, Generalsekretär des Städteverbandes: 

„Eine korrekte Adressierung ist nicht nur für Rettungsdienste und die Post wichtig, sondern auch für Städte und Gemeinden beim Versand behördlicher Dokumente. Zudem sollten die Adressdaten zwischen der Hausverwaltung und dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) abgeglichen werden – auch um Klarheit zu gewährleisten, wenn neue Einträge im Zentralregister (ZMR) vorgenommen werden.“

 

Wie geht das?

Eine gut sichtbare und gut beleuchtete Hausnummer, Beschilderungen, die den Weg zu den Treppenhäusern weisen, sowie vollständig beschriftete Gegensprechanlagen, Briefkästen und Wohnungstüren – mit Namen und Wohnungsnummer – können im Notfall entscheidende Minuten sparen, Rettungskräfte zum richtigen Ort leiten oder sicherstellen, dass dringende Post korrekt zugestellt wird und nicht zurückgeschickt werden muss.

Dominik Nagel, Leiter Vertrieb Ost, Österreichische Post AG:

„Unsere Zusteller sind täglich in ganz Österreich unterwegs und bringen Pakete und Briefe zuverlässig an die richtige Adresse. Dazu brauchen sie vor allem eines: deutlich beschriftete Briefkästen, erkennbare Türklingeln und Beschilderungen an Wohnungstüren. Aktuelle Beschriftungen erleichtern nicht nur die Zustellung durch die Post, sondern helfen auch den Rettungsdiensten, in kritischen Situationen schneller ans Ziel zu gelangen.“

Ein einmaliger Aufwand von nur wenigen Minuten reicht aus, um alle Beschriftungen zu aktualisieren und sicherzustellen, dass Feuerwehr und Rotes Kreuz im Notfall schnell helfen können – und dass alle Pakete und Briefe korrekt zugestellt werden.

 

Beschilderung in drei Bereichen erforderlich

Erstens: die Hausnummer. Wenn das Rote Kreuz oder die Feuerwehr zu einem Notfall ausgerückt wird, werden die Koordinaten und die genaue Adresse direkt von der Leitstelle an den Bordcomputer des Fahrzeugs übermittelt. Die Einsatzkräfte fahren direkt zur Adresse. Dort angekommen, ist es unerlässlich, dass die Hausnummer vom Fahrzeug aus sichtbar ist. Alles, was Hausnummern verdeckt – Plakate, Sträucher oder Bäume, Straßenlaternen, Masten, saisonale Dekorationen oder im schlimmsten Fall fehlende Nummern –, erschwert es, das Ziel zu finden.

„Deshalb bitten wir alle Hausbesitzer, zu überprüfen, ob die Beschilderung aus der Ferne und aus allen Richtungen gut sichtbar ist“, sagt Monika Stickler, stellvertretende Bundesrettungsleiterin des Österreichischen Roten Kreuzes.

Ein zweites wichtiges Erkennungsmerkmal ist das Klingelschild, insbesondere in Mehrfamilienhäusern. Ein vollständiges Klingelschild enthält mindestens den Nachnamen, eventuell die Etage und auf jeden Fall die Wohnungsnummer.

„Drittens“, so Stickler weiter,„muss auch die Wohnungstür vollständig beschriftet sein. Auch hier bitten wir darum, dass zumindest der Nachname angegeben wird. Wenn die Bewohner unterschiedliche Nachnamen haben, ist es hilfreich, alle Namen an der Tür aufzuführen. Nachdem Sie den Rettungsdienst alarmiert haben, öffnen Sie bitte alle Türen, schalten Sie das Licht ein und schicken Sie, wenn möglich, jemanden, der die Einsatzkräfte zum ersten Eingang führt“, fügt Stickler hinzu.

Weitere Informationen, Fotos und VideosfindenSieauf der Website der Kampagne: www.dierichtigeadresse.at

Titelbild von Mathias Seyfert: 

 

Von links nach rechts: Johannes Pressl, Präsident des Gemeindeverbandes , Thomas Weninger, Generalsekretär des Städteverbandes , Monika Stickler, stellvertretende Bundesrettungsleiterin , Dominik Nagel – Österreichische Post AG, Günter Trinker, Vizepräsident der Feuerwehr.

Weitere Fotos von der Pressekonferenz:

https://www.flickr.com/photos/oebfv/albums/72177720335548524

Weiteres Material (Videos usw.):

http://fire.cc/dra

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Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Andreas Rieger, MA

Österreichischer Feuerwehrverband

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit

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