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The Tunnel Fire Working Group meeting in Prague, November 2025.
02 Dec 2025

Michael Halwachs aus Österreich zum Vorsitzenden der CTIF-Arbeitsgruppe Tunnelbrände bei der Tagung im November 2025 in Prag gewählt

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Michael Halwachs, Austria (Right) was proposed for the role of
Chairman of the Working Group. He was congratulated by Martin Nekula, Czech Republic (Left) vice president of CTIF. ">

Die Tschechische Republik war vom 12. bis 14. November 2025 Gastgeber einer internationalen Tagung der CTIF-Arbeitsgruppe Tunnelbrände in Prag.

Die Veranstaltung brachte Tunnelsicherheitsexperten und Vertreter aus mehreren europäischen Ländern zusammen, darunter die Tschechische Republik, Österreich, die Schweiz, Griechenland, Finnland, Deutschland, Bulgarien und Frankreich. Ziel des Treffens war es, Wissen auszutauschen, bewährte Praktiken zu teilen und Entwicklungen im Bereich der Tunnelsicherheit, der Notfallmaßnahmen und der Betriebstaktiken für unterirdische Infrastrukturen zu diskutieren.

Das Treffen begann offiziell nach einem informellen Abendessen am Mittwoch, dem 12. November, bei dem die Teilnehmer Gelegenheit hatten, sich gegenseitig kennenzulernen, berufliche Beziehungen zu vertiefen und in einer freundlichen und offenen Atmosphäre die Erwartungen für die kommenden Sitzungen zu diskutieren.


Donnerstag, 13. November 2025
Das offizielle Programm begann in der Generaldirektion des Feuerwehr-Rettungsdienstes (FRS) der Tschechischen Republik, wo die Teilnehmer von Martin Nekula, Vizepräsident des
CTIF, begrüßt wurden, der die Tagung offiziell eröffnete.

Die Vormittagssitzungen wurden mit mehreren Expertenvorträgen fortgesetzt. Daniel Berchtold aus der Schweiz stellte den Schweizer Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen in Tunneln vor, wobei er sich auf die Umsetzung, die Spezialausrüstung und die Ausbildung der Einsatzkräfte konzentrierte.

Michael Halwachs aus Österreich gab einen Überblick über die laufenden Arbeiten der ÖBFV-Arbeitsgruppe 4.4.


Es folgten Präsentationen von tschechischen Vertretern: Petr Kučera gab einen Überblick über Brand- und Evakuierungsmodelle in Tunneln, und Andrea Lichtenbergová sprach über Sicherheitsfragen speziell in Eisenbahntunneln. Der Vormittag endete mit einem aufschlussreichen Überblick über Brandereignisse in Tunneln und Interoperabilitätspraktiken in Griechenland, der von Vasileos Katsiadas und Achilleas Saitis gehalten wurde .


Das Nachmittagsprogramm wurde mit einer Online-Präsentation von Martin Trčka aus der Tschechischen Republik über Einsatztaktiken für Interventionen in Straßentunneln auf der Grundlage von Brandparametern fortgesetzt. Es folgte ein umfassender Vortrag von Frédéric Dutel aus Frankreich, der die nationale französische Tunneldatenbank, Methoden zur Klassifizierung unterirdischer Infrastrukturen und die Herausforderungen für Feuerwehr und Rettungsdienste beim Bau langer und tiefer Tunnel beschrieb.

Joonatan Suosalo aus Finnland gab Einblicke in die ausgedehnten unterirdischen Räume Helsinkis und in die Vorbereitungsmaßnahmen, und Patrick Wagner aus Deutschland schloss die Sitzung mit einem Überblick über das Tunnelsystem in Thüringen und die mit der Ausbildung für Straßen- und Eisenbahntunnel verbundenen Herausforderungen.


Den Abschluss des Tages bildete eine offene Diskussion über eine Reihe von Schlüsselthemen, darunter Risikobewertung und Baustellen, Lüftungsstrategien, Betriebsverfahren und die Entwicklung von Schulungs-, Taktik- und Ausbildungsmaterialien.

Bewährte Praktiken und systematischer Austausch von bewährten Praktiken

Die Teilnehmer betonten die Bedeutung eines systematischen Austauschs bewährter Praktiken und die Notwendigkeit, weitere Experten und Organisationen in die Arbeitsgruppe einzubeziehen. Die Gruppe äußerte auch Interesse an der Einrichtung einer gemeinsamen Plattform für den Austausch von Dokumenten, Daten, Fallstudien und Erfahrungen mit Tunneln in Europa.

Es wurden auch Pläne für künftige Sitzungen erörtert, darunter eine künftige Online-Sitzung und eine für November 2026 erwartete persönliche Sitzung, deren mögliche Gastgeber noch bestätigt werden müssen.

Während des Treffens schlugen die Teilnehmer Michael Halwachs (Österreich) für die Rolle des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe vor, vorbehaltlich der Genehmigung durch den CTIF-Exekutivausschuss.

Freitag, 14. November 2025
Am zweiten Tag nahmen die Teilnehmer an einer geführten technischen Besichtigung des Blanka-Tunnelkomplexes in Prag teil, die von Lukáš Rákosník von SATRA geleitet wurde. Die Führung vermittelte wertvolle Einblicke in die technischen Systeme, das Sicherheitskonzept und die Betriebskonzepte des Tunnels und verknüpfte die theoretischen Inhalte des Vortages mit praktischen Anwendungen aus der Praxis.


Nach der Besichtigung kam die Gruppe in der Generaldirektion wieder zusammen, um die Ergebnisse des Treffens zusammenzufassen und die nächsten Schritte zu vereinbaren. Als eines der wichtigsten Ergebnisse bestätigte die Arbeitsgruppe, dass sie formell wieder aufgenommen wurde, was dem Exekutivausschuss des CTIF mitgeteilt werden wird.

Es wird eine Cloud-basierte Plattform für den Austausch von Präsentationen und technischen Materialien eingerichtet. Die Gruppe einigte sich auch darauf, neue Ziele für den kommenden Zeitraum zu definieren, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Risikobewertung von Tunneln, der Einsatztaktik, der Ausbildung der Einsatzkräfte und der internationalen Zusammenarbeit liegt.

Stärkung der internationalen Zusammenarbeit
Das Treffen in Prag stärkte erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Tunnelsicherheitsexperten und Notfallhelfern in ganz Europa. Die Teilnehmer tauschten wertvolle Erfahrungen aus, erkundeten innovative Instrumente und Systeme und bekräftigten ihr Engagement für die Verbesserung der Sicherheit, Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit bei Tunnelbränden auf internationaler Ebene.