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A flooded river destroying a community during the 2020 torrential rain storm in Japan. (Geospatial Information Authority of Japan) Photo courtesy of Wikipedia.
10 Jul 2020

Mehr als 60 Tote bei Überschwemmungen in Japan befürchtet

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Bisher wurden 50 Tote bestätigt, aber man geht davon aus, dass mindestens 61 Menschen bei den sintflutartigen Regenfällen, die seit dem vergangenen Wochenende über den Südwesten Japans hinweggefegt sind, ums Leben gekommen sind.

Im Laufe des Mittwochs zog der Sturm weiter nach Norden. Die Regierung hat versprochen, die Rettungsmaßnahmen auf 80.000 Personen zu verdoppeln - nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch Polizisten, Soldaten, Küstenwache und Freiwillige.

"Wir haben keinen Termin für den Abschluss der Operation festgelegt, aber wir müssen die Suchaktionen mit der Zeit wirklich beschleunigen. Wir werden nicht aufgeben, bis es vorbei ist", sagte der örtliche Beamte Yutaro Hamasaki in der am stärksten betroffenen Region Kumamoto.

Behinderte Menschen ertrinken in den unteren Stockwerken

Überschwemmte Flüsse haben Brücken durchbrochen und viele Straßen schwer überflutet. Mehrere Urlaubsorte sind nur noch per Hubschrauber oder Boot zu erreichen.

Vierzehn der Toten waren Rollstuhlfahrer, die die oberen Stockwerke des Gebäudes, in dem sie sich befanden, nicht erreichen konnten.

"Wir konnten nicht auf die Straßenebene gehen, weil sie komplett unter Wasser stand. Einige schafften es, eine Treppe hinaufzusteigen. So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte ein Rettungshelfer dem japanischen Fernsehen.

Komplikationen bei der Evakuierung aufgrund der Pandemie

Die Bemühungen der Behörden um Evakuierung und Unterbringung werden durch die Corona-Pandemie erschwert, da Massenansammlungen in den Notunterkünften vermieden werden müssen.

Japan befindet sich in der Mitte der jährlichen Regenzeit. Da es in den letzten Jahren wärmer geworden ist, haben die Regenfälle an Intensität zugenommen.

Der Sturm hat sich nun weiter nach Norden verlagert, und am Mittwoch warnte die meteorologische Behörde für Gifu und Nagano in der Mitte des Landes vor schweren Regenfällen.

Titelfoto:

Ein überschwemmter Fluss, der eine Gemeinde während des sintflutartigen Regens 2020 in Japan zerstört. (Geospatial Information Authority of Japan) Foto mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia.