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U.S. Air Force Academy Cadet 2nd Class Madison Tung sprays a fire hose during a fire training challenge at Kunsan Air Base, Republic of Korea, July 11, 2017. The visit was part of the Air Force Academy’s Operation Air Force program which allows cadets to travel different bases to learn about different careers and missions. (U.S. Air Force photo by Senior Airman Michael Hunsaker/Released)
07 Aug 2026

Eine weltweite Umfrage der CTIF zeigt, dass Feuerwehrfrauen faire, inklusive und zeitgemäße Anpassungen der körperlichen Eignungsprüfungen wünschen

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Eine spanische Journalistin hat sich kürzlich an das CTIF gewandt, um einen Artikel über Frauen in der Feuerwehr und im Rettungsdienst weltweit zu verfassen. Insbesondere stellte sie zwei Fragen zur Gleichstellung der Geschlechter in der Feuerwehr und im Rettungsdienst:

(1) ob sich die körperlichen Aufnahmeprüfungen für Männer und Frauen unterscheiden, und

(2) worauf die spanische Vertretung in der CTIF-Gleichstellungskommission besonderen Wert legt.

 

Antworten der CTIF-Kommission für Frauen in der Feuerwehr und im Rettungsdienst zeigen, dass es international große Unterschiede bei den Standards für körperliche Eignungsprüfungen gibt:

 

  • In diesen Ländern gelten für Männer und Frauen dieselben Tests: Schweden, Großbritannien, Ghana, Griechenland, Finnland, Deutschland (obwohl der deutsche Vertreter argumentiert, dass dies Frauen benachteiligen könnte), Dänemark, Australien und Neuseeland.

  • In diesen Ländern gelten unterschiedliche Standards für Männer und Frauen: Japan und Südkorea, wo sich die Fitness-Einstiegsstandards je nach Geschlecht unterscheiden, die operativen Aufgaben nach der Einstellung jedoch identisch sind.

Mehrere Vertreter weisen darauf hin, dass sich die Gestaltung der Tests zwischen den Feuerwehren innerhalb der einzelnen Länder erheblich unterscheidet und einige Feuerwehren überhaupt keine formellen Tests durchführen. Dies gilt insbesondere für Freiwillige Feuerwehren. 

Derdeutsche Vertreter äußert Bedenken, dass identische Standards Frauen unbeabsichtigt benachteiligen könnten, und plädiert für wissenschaftlich fundierte, realistische und regelmäßig überprüfte Fitnesstests. Dänemark erwähnt kürzlich vorgenommene Anpassungen, um Frauen besser einzubeziehen.

Was Spanien betrifft, so hat kein spanischer Vertreter in diesem Thread geantwortet, sodass die Gruppe keine endgültige Stellungnahme zur offiziellen Position Spaniens zur Gleichstellung innerhalb der Feuerwehr- und Rettungsdienste abgeben konnte.

 

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Faire Tests, die der tatsächlichen Natur der Arbeit entsprechen – nicht nur rohe Kraft

Aus dem Ton und dem Inhalt ihrer Antworten geht hervor, dass die meisten Frauen in der Gruppe faire, realistische und inklusive körperliche Tests wünschen – nicht unbedingt einfachere Standards, sondern solche, die die tatsächlichen Anforderungen der Brandbekämpfung widerspiegeln und nicht veraltete Kraftmaßstäbe.

 

Hier ist der Kern ihrer gemeinsamen Sichtweise:

 

  • 🔸 Gleichberechtigung mit Realismus: Die meisten Teilnehmerinnen befürworten identische Tests für Männer und Frauen nur dann, wenn diese Tests wissenschaftlich fundiert undfür die tatsächlichen Aufgaben der Feuerwehr direktrelevant sind.
  • 🔸 Überprüfung und Modernisierung: Mehrere Stimmen, insbesondere aus Deutschland und Dänemark, fordern eine regelmäßige Überprüfung und Neugestaltung der Tests, um sicherzustellen, dass sie berufsspezifische Fähigkeiten und nicht bloße körperliche Kraft messen.
  • 🔸 Inklusion und Chancengleichheit: Die Kommissionsmitglieder betonen, dass Frauen nicht durch willkürliche körperliche Kriterien ausgeschlossen werden sollten und dass kleinere oder anders gebaute Feuerwehrleute Vorteile mitbringen können – Beweglichkeit, Ausdauer, Effizienz in beengten Räumen.
  • 🔸 Kultureller Wandel: Der zugrunde liegende Wunsch ist, dass sich die Feuerwehren über traditionelle Annahmen zu Kraft und Geschlecht hinaus weiterentwickeln – hin zu einem System, das Kompetenz, Ausbildung und Teamarbeit wertschätzt.

 

Kurz gesagt: Sie wollen Tests, die fair, evidenzbasiert und inklusiv sind – und nicht nur auf dem Papier identisch oder „gleich“ erscheinen.

Bildnachweis: Madison Tung, Kadettin 2. Klasse der U.S. Air Force Academy, sprüht während einer Brandbekämpfungsübung auf der Kunsan Air Base in der Republik Korea am 11. Juli 2017 mit einem Feuerwehrschlauch. Der Besuch war Teil des „Operation Air Force“-Programms der Air Force Academy, das es Kadetten ermöglicht, verschiedene Stützpunkte zu besuchen, um mehr über unterschiedliche Berufe und Einsätze zu erfahren. 

(Foto der US-Luftwaffe von Senior Airman Michael Hunsaker/freigegeben)

 

Einige Zitate von Mitgliedern der Kommission für Frauen in der Feuerwehr und im Rettungsdienst:

 

Fuchuki, Japan:

„In Japan unterscheiden sich die Standards für grundlegende Fitnesstests (wie Griffkraft, Sit-ups, Shuttle-Läufe und Beweglichkeitstests) oft zwischen Männern und Frauen, je nach örtlicher Feuerwehr. Diese Unterschiede spiegeln die durchschnittlichen physiologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern wider. – Nach der Einstellung wird von Feuerwehrleuten jedoch im Allgemeinen erwartet, dass sie unabhängig vom Geschlecht die gleichen operativen Aufgaben erfüllen. Aufgaben wie das Tragen schwerer Ausrüstung, das Ausrollen von Feuerwehrschläuchen, das Erklimmen von Leitern und die Rettung von Opfern erfordern das gleiche Leistungsniveau.“

 

Ähnliche Ansichten vertritt Jeonghee Jin aus Südkorea:

„Wie in Japan gelten auch in der Republik Korea unterschiedliche körperliche Eignungsstandards für männliche und weibliche Bewerber für den Feuerwehrdienst. Von allen Feuerwehrleuten wird jedoch erwartet, dass sie im Einsatz dieselben Aufgaben erfüllen. Daher wird gelegentlich diskutiert, ob für alle ein einheitlicher körperlicher Eignungsstandard gelten sollte.“

 

Kirsten Dyrvig, Dänemark

„In Dänemark gibt es keine Unterschiede bei den Tests für Männer und Frauen. Die Tests variieren jedoch stark je nach Feuerwehr. Manche führen überhaupt keine Tests durch. Bei meiner Feuerwehr haben wir die Tests ein wenig angepasst und Variationen eingeführt, um Frauen besser einzubeziehen.“ 

 

Birgit Kill, Deutschland:

Birgit Kill argumentiert, dass die einheitlichen körperlichen Eignungstests für Männer und Frauen bei der Feuerwehr in Deutschland problematisch und potenziell diskriminierend sind .

„Auch in fast allen deutschen Feuerwehren wird bei den körperlichen Eignungstests kein Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht. Ich halte dies für äußerst problematisch. Auch wenn einheitliche Anforderungen auf den ersten Blick fair erscheinen mögen, können sie eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts darstellen. Eine davon betroffene Feuerwehrfrau sollte die Angelegenheit möglicherweise von einem Rechtsexperten prüfen lassen.“ 

Sie ist der Ansicht, dass identische Standards zwar fair erscheinen mögen, jedoch tatsächliche physiologische Unterschiede außer Acht lassen und Frauen benachteiligen könnten.

Außerdem kritisiert sie das System als inkonsistent und veraltet – Tests werden in der Regel nur bei der Einstellung verlangt und später selten erneut durchgeführt, obwohl die meisten Feuerwehreinsätze in Deutschland von Freiwilligenwehren bewältigt werden, deren Mitglieder lediglich auf ihre Eignung für den Einsatz mit Atemschutzmaske geprüft werden, nicht jedoch auf die körperliche Fitness des einzelnen Feuerwehrmanns. 

Ihre Kernbotschaft: Fitnesstests sollten die tatsächlichen Anforderungen der Brandbekämpfung widerspiegeln, wissenschaftlich fundiert sein und regelmäßig überprüft werden, um Fairness und Realitätsnähe zu gewährleisten. Sie fordert eine Abkehr von starren, auf Kraft ausgerichteten Maßstäben hin zu einem differenzierteren Verständnis von Leistungsfähigkeit und weist darauf hin, dass kleinere, gut trainierte Frauen Vorteile wie Beweglichkeit und einen geringeren Luftverbrauch haben können.

„Bei der deutschen Polizei sieht es anders aus. Dort wird der Fitnesstest nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Und alle Testergebnisse werden gemeinsam ausgewertet. Bei der Feuerwehr brauchen wir mehr als nur Muskeln 😏“, fügt sie hinzu. 

 

Basia, Polen: 

„In Polen hängen die körperlichen Eignungstests für Bewerber bei der staatlichen Feuerwehr vom Einstellungsweg ab. Für administrative oder nicht-operative Posten sind die Tests geschlechtsspezifisch: Männer absolvieren Klimmzüge, während Frauen einen Medizinballwurf durchführen; beide Gruppen absolvieren zudem den Umschlaglauf und den Beep-Test. Für operative Stellen jedoch, die eine direkte Teilnahme an Rettungs- und Löschmaßnahmen beinhalten, einschließlich der Feuerwehr- und Rettungseinheiten, absolvieren Frauen und Männer dieselben Tests: Klimmzüge, den Umschlaglauf und den Beep-Test. Der gleiche allgemeine Testkatalog wird bei der Aufnahme in die Feuerwehrschulen im Anwärterdienst verwendet, ergänzt durch einen Schwimmtest. Die Mindestpunktzahlen für das Bestehen können sich jedoch weiterhin zwischen Frauen und Männern unterscheiden.“

 

The CTIF Commission for Women in Fire & Rescue Services during their August meeting in Basel, Switzerland 2024. Photo by the hosting company ROCHE. ">